Gesundheitsgerechtigkeit heißt einerseits mehr medizinische Gerechtigkeit für alle:
Wir müssen mindestens 85% der Bevölkerung gegen Covid19 impfen. Dafür braucht es unbedingt niederschwellige und äußerst einfache Impfangebote und Aufklärung, denn die Sorge und Angst vor einer Impfung ist besonders in armen Teilen unserer Stadtbevölkerung sehr verbreitet. Deswegen setzen wir uns gerade mit Abdallah Hajjir, dem Iman der Moscheegemeinde Haus der Weisheit dafür ein, dass der Bezirk dort in der Gemeinde eine Impfstation einrichten lässt. Leider hat der Bezirk immer noch nicht reagiert! – Aber auch in anderen Bereichen der medizinischen Versorgung klafft die Schere zwischen arm und reich sehr weit auseinander: Arme Menschen in unseren Kiezen können sich Zahnersatz nicht leisten und haben stattdessen Zahnlücken. Es ist eine Schande für dieses reiche Land, dass Armut anhand der Zähne erkennbar ist. Das müssen wir ändern, und fordern deshalb eine  Solidarische Gesundheitsvollversicherung. Alle zahlen ein, Beiträge werden auf alle Einkommen erhoben, alle werden gut versorgt. Zuzahlungen und Eigenanteile fallen in Zukunft weg. Schluss mit der 2-Klassen Medizin: Wir wollen die Trennung zwischen gesetzlicher und privater Krankenversicherung abschaffen. In die Solidarische Gesundheitsversicherung zahlen alle mit ihren gesamten Einkünften (Erwerbs-, Kapital- und andere Einkommen) ein und bekommen alle medizinisch notwendigen Leistungen, auch vollumfänglich Medikamente, Brillen oder Physiotherapie.
Andererseits bedeutet Gesundheitsgerechtigkeit aber auch:
Faire Gehälter und Arbeitsbedingungen für Menschen, die in Pflegeberufen arbeiten. 
Gemeinsam mit der Berliner Krankenhaus Bewegung kämpfen wir für eine gesetzliche Personalbemessung, um die chronische Überlastung der Mitarbeitenden in unseren Krankenhäusern, z.B. im Virchow-Klinikum im Wedding abzubauen. Es braucht viel, viel mehr Menschen in der Pflege, ebenso wie faire Entlohnung. Klatschen reicht überhaupt nicht mehr aus!